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Blick auf eine Trompe im Inneren des Brunnens:
Trompe: Gewölbebauteil um den quadratischen Grundriss in einen runden zu überführen. Foto: Kulturamt Salzgitter 1991

siehe oben
Vermutlich verleitete die Entdeckung der Trompen im 19. Jahrhundert zu der Ansicht, daß vom Brunnen aus Geheimgänge zu den Nachbarburgen führten. Wie heute eindeutig bewiesen ist, handelt es sich aber um ein bautechnisches Detail.
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 Foto: Kulturamt Salzgitter 1991

Der Brunnen der Lichtenberg
von Holger Dussberg

 

 

 

Der Brunnen 2004 
      

Ein besonders großes Augenmerk richtete der Burgherr stets auf den Brunnen, denn er sicherte im Belagerungsfall das Überleben. Brunnenverschmutzungen mußten auf jeden Fall verhindert werden, so daß auch die Reinigungen mit der größten Sorgfalt durchgeführt wurden. Wenn man die Tiefe der Burgbrunnen betrachtet, so war ihre Anlage teilweise eine technische Meisterleistung. So wurde auch der Brunnen der Burg Lichtenberg tief in den schräg einfallenden Unteren Muschelkalk geteuft. Während die Brunnentiefe 1957 noch mit 60,7 m angegeben wurde, ergab eine Messung im Jahre 1991 noch eine Tiefe von rund 57 m. Die genaue Brunnentiefe ist derzeit also noch unbekannt.

Da der Brunnen keine wasserführenden Schichten schneidet, kann als erste wasserstauende Schicht nur der Röt ( Oberer Bundsandstein) angesprochen werden, der in einer Tiefe von c.a. 120 bis 150 m (gemessen vom NN 241) nachgewiesen ist, in Frage. Eine Chance (?), auf noch nicht zerstörte Brunnensedimente stoßen zu können, die Auskunft über das Leben auf der hiesigen Burg geben können. 

Der Brunnen 1983