Errichtet wurde die Burg 1292-1297, nach der Zerstörung der benachbarten Harliburg. Zeitgleich wurde die Nachbarburg Vienenburg aus den Steinen der Harliburg erbaut. Damit sollte u.a. der Wiederaufbau der Harliburg verhindert werden.
Die älteste bekannte Urkunde, die den Namen „Widela" erwähnt, ist aus dem Jahre 1312.
1341 verkauften die Brüder Hermann, Sigfried und Albrecht von der Gowische das „hus to dem Widela" an Bischof Heinrich III. von Hildesheim. Die Bischöfe verpfändeten später die Burg an die Grafen von Schladen, von Wallmoden, von Bortfeld, von Bock, von Dorstadt, von Rössing, von Linde, von Salder, von Cramm.
1426 begann die „Schwicheldt'sche Fehde". Die Herren von Schwicheldt wurden 1427 in Wiedelah von den Städten Goslar, Braunschweig, Hildesheim und Herzog Otto von Braunschweig gefangengenommen. 1430 wurde dann Wiedelah erneut an sie verpfändet. 1519-1523 wechselte während der Hildesheimer Stiftsfehde Wiedelah in den Besitz des Braunschweiger Herzogs Heinrich des Jüngeren. Wegen ihrer Teilnahme am Schmalkaldischen Kriege wurden sie 1547 ohne Entschädigung durch Herzog Heinrich den Jüngeren vertrieben. 1569 fiel die Burg an das mächtige brandenburgische Geschlecht derer von Quitzow, das sie bis 1648 inne hatte. Unter diesen Herren erlebte die Burg eine Glanzzeit. So wurde sie um 1600 zum Renaissance-Schloß ausgebaut.
Während des 30jährigen Krieges eroberte Wallenstein 1626 die Schloßanlage. Wiedelah gelangte an Hildesheim zurück und verblieb von 1649 bis zur Säkularisation 1802 beim Hildesheimer Domkapitel, dann wurde es Domäne.
Die Burganlage - ein Teil der Umflutgräben ist noch erhalten - bildete eine fast quadratische Kernburg (35 x 38 m), umgeben von einer Mantelmauer (1,8 m stark). Nord-, West- und Südflügel sind erhalten geblieben, der Ostflügel wurde abgebrochen.
Nach Hans Adolf Schultz: “Burgen und Schlösser im Braunschweiger Land”
Burg Wiedelah