Merian 1654 (Ausschnitt)

979 sollen die Herren von Salder die Burg nach unzuverlässigen Quellen vom Markgrafen Bruno II. erhalten haben.
1169 wird ein Thiedericus von Salder unter den Ministerialen erwähnt. Dies ist die erste erhaltene urkundliche Namensnennung. 1186 war ein Bodo von Salder Vogt des Klosters Steterburg. Seit dem 13. Jahrhundert erscheinen die von Salder in der Herzoglichen Ministerialität an verantwortungsvollen Stellen, u.a. auch als Pfandinhaber von Lichtenberg.



Die Flurkarte von 1756 weist noch die Lage der alten Burg auf (Kleiner Hof), die Stammburg der Herren von Salder. Sie ist von einem breiten Burggraben umgeben. Bis 1920 etwa war ein in Stichbogentonne eingedeckter Keller (7 x 4 m) mit westöstlicher Achse erhalten. Auch den Eingang zur Burg konnte man im Westen wahrnehmen. Das verwendete, relativ minderwertige Baumaterial war ein Gemisch von Kalksteinkummer und größeren Bruchsteinen. Die Burg wurde vermutlich Mitte des 17. Jahrhunderts auf- und dem Verfall preisgegeben.
Auf dem „Großen Hofe", im Südosten des Dorfes gelegen, ebenfalls von Wassergräben umgeben, ist das Schloß mit den anschließenden Wirtschaftsgebäuden um 1600 erbaut worden. Der Platz war günstig: an der wichtigen Handels- und Heerstraße Minden-Hildesheim-Halberstadt.

Wegen finanzieller Schwierigkeiten haben die von Salder das Schloß verpfändet. Burchard von Salder löste 1620 das Schloß wieder ein, konnte aber den Verpflichtungen nicht nachkommen. Das Schloß wechselte mehrfach den Besitzer. Karl I. legt Schloß und Domäne zusammen, Schloß Salder wurde Amtssitz. 1792 übersiedelte auch das Gericht Lichtenberg nach hier. 1942 wurde Salder ein Teil der neugebildeten Stadt Salzgitter. Heute beherbergt das Schloß das Städtische Museum.

Nach Hans Adolf Schultz: “Burgen und Schlösser im Braunschweiger Land”

Burg und Schloß Salder