Dahlum bedeutet „Heim im Tal“. Damit gehört Königsdahlum zu einer Gruppe von Siedlungen, die um 500 n.Chr. in fruchtbaren Gebieten entstanden sind und sich durch mehr oder weniger ausgeprägte Tallagen auszeichneten.

Auf einem Felssporn aus Muschelkalk, der im Süden und Westen vom Fluße umspült wird und steil aufsteig t, lag vor mehr als 1000 Jahren die Königspfalz Dahlum, in alten Urkunden Taleheim, Dalahem, Talahem, Dalaheim, Talehem oder Daleheym genannt. Der Platz lag verkehrsgünstig an einem Arm des Hellweges, der vom Königshof Brüggen an der Leine über Dahlum nach Werla an der Oker führte.

Der Dahlumer Berg gehörte zum rund um den Harz gelegenen Eigentum des reichen und mächtigen sächsischen Herzogsgeschlechtes der Liudolfinger und damit dem aus diesem Geschlecht hervorgegangenen sächsischen Kaiserhaus. Otto III., Großsohn Kaiser Ottos I., bezeichnete später das Kastell Dalehem als sein Eigentum. Die hohe Lage des Platzes ist strategisch außerordentlich günstig. Man übersieht von hier das weite Nettetal, den Ambergau.

Die Entstehungszeit der Pfalz Dahlum ist ungeklärt, erstmals wird sie 938 urkundlich erwähnt.

Ihre große Zeit erlebte die Pfalz unter Otto I., der zwischen 936 und 950 sechsmal in Dahlum Urkunden ausstellen ließ. Das geschah ausschließlich zur Weihnachtszeit, die Pfalz ist außerhalb der Weihnachtszeit nur selten aufgesucht worden (Weihnachtspfalz).

Dahlum verlor seine Bedeutung als Pfalz durch die Schenkung der Burg von Otto III. an seinen Lehrer, dem Bischof Bernward von Hildesheim.

Einige Zeit wurde die Burg von Stiftsvögten, den Grafen von Wohldenberg und deren Lehnsleuten benutzt.

Um 1300 dürfte das Anwesen verfallen sein. Ab 1356 wird die Pfalz nicht mehr erwähnt.

In späteren Jahrhunderten wurde der Muschelkalk für den Häuser- und Straßenbau gebrochen. Heute sind außer dem Straßennamen “ An der Kaiserpfalz” im Ort keine Spuren der Pfalz mehr vorhanden, rund 1000 Jahre nach dem der Ort Reichsgeschichte geschrieben hat.

Pfalz Königsdahlum