1113 zerstörte Kaiser Heinrich V. die Hornburg auf seinem Sachsenfeldzug, 1166 und 1178 zerstörte sie Heinrich d. Löwe, um sich gegen den Halbertätter Bischof Ulrich zu wehren, der wiederholt versuchte, in braunschweiger Land vorzudringen. Die Burg wurde immer wieder aufgebaut.

Hornburg lag strategisch wichtig in der Nordwestecke des ehemaligen Harzgaues an einer Stelle, durch die die großen durchgehenden Handelsstraßen von Braunschweig nach Halberstadt und Wernigerode und andererseits die Querverbindung von West nach Ost, vom Bistum Hildesheim nach Halberstadt liefen. Diese Stelle, am Übergang des Großen Bruches, war eine Art Vorposten und spielte immer wieder in der politischen Geschichte der Region und darüber hinaus in der Reichsgeschichte eine Rolle.
Heute hat sich die Situation gänzlich gewandelt. Hornburg ist unversehens ins Abseits gerutscht und bemüht, nicht den Anschluß an die Region zu verlieren. Dabei ist es eines der wenigen Städtchen, daß sich ihren mittelalterlichen Charme bewahren konnte, es gab praktisch keine kriegsbedingten Zerstörungen, und übereifrige “Modernisierer” konnten im Zaum gehalten werden.

1379 drangen die Braunschweiger in die Hornburg ein und wurden diesmal vom Halberstädter Bischof zurückgeschlagen. 1418 hatten die Gebrüder von Asseburg die Burg im Pfandbesitz, 1433 war der Rat zu Braunschweig in Hornburg Besitzer. Als im Jahre 1430 die Herzöge Heinrich und Wilhelm von Braunschweig gegeneinander zu Felde zogen, wurde die Burg durch Heinrich erobert und zum vierten Male zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte sofort. 1583 gelangte die Anlage für 4000 Rheinische Gulden zurück in den Pfandbesitz des Halberstädter Domkapitels.

Im 30jährigen Krieges wurde Hornburg 1645 von den Schweden schwer zerstört. 1648 wurde die völlig zerstörte Burg als Domänenamt mit dem Bistum Halberstadt an Kurbrandenburg übergeben.

Im Jahre 1922 erfolgte ein Neubau. Um an die noch gut erhaltenen Grundmauern zu gelangen, mußte der 5 - 8 m hohe Schutt aus den 5 Zerstörungen geräumt werden.

Nach Hans Adolf Schultz: “Burgen und Schlösser im Braunschweiger Land”

Hornburg