1065-1069 durch Kaiser Heinrich IV erbaut. Er besuchte sie gerne.
Im März 1074, der Kaiser hielt sich in Worms auf, wurde die Burg von den Goslarern, die die Burgbesatzung durch wiederholte Überfälle gereizt hatte, total zerstört.

Um Goslar und dem Reichsgut einen stärkeren Schutz gegen Heinrich dem Löwen zu geben, baute sie Friedrich I., Barbarossa 1180 wieder auf. Der südöstliche Teil blieb unbebaut.
Den Oberbefehl über die neue Reichsfeste erhielten die Grafen Burchard und Hoyer von Wöltingerode/Wohldenberg. Sie waren von der welfischen zur staufischen Seite übergewechselt. Die Wohldenberger standen bei den Staufern, d. h. auf seiten Philipps von Schwaben, und wehrten sich hartnäckig gegen Otto IV. von Braunschweig. 1206 eroberte dieser das ebenfalls dem Schutze der Grafen von Harzburg anvertraute Goslar. Die Ermordung Philipps 1208 in Bamberg veranlaßte die Harzburger Grafen Hermann und Heinrich zu Otto IV. überzugehen. Sie huldigten ihm und öffneten ihm die Reichsfeste Harzburg.

   Wappen Kaiser Otto’s IV.
Wappen Kaiser Otto's IV.Otto IV. war sehr häufig auf der Harzburg. Am 18. Mai 1218 schrieb Otto auf der Harzburg sein Testament und verstarb hier am 19. Mai 1218.
Danach verlor die Harzburg an Bedeutung.
Die Grafen von Wohldenberg verblieben weiterhin auf der Feste, die ihnen als erbliches Lehen zugewiesen war. Sie führten zunächst eine große Hofhaltung und genossen hohes Ansehen bei den Fürsten und bei dem Volk. Die Harzburg blieb Reichsfeste. Am 9. Juni 1222 wird sie „castrum imperiale" genannt.
Die Burg erlebte noch den 30jährigen Krieg; 1626 hatte eine dänische Abteilung unter Wolf von Wildenstein hier ihr Unterkommen gefunden.

Alt und verkommen hatte die Harzburg die Kriegswirren des 30jährigen Krieges überstanden. Nur noch lichtscheues Volk verkroch sich in ihr. Herzog August d. J. von Braunschweig ließ auf Bitten der Bevölkerung die letzten Gebäude abreißen.


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Nach Hans Adolf Schultz: “Burgen und Schlösser im Braunschweiger Land”

Harzburg