Vermutlich wurde um das Jahr 1000 eine erste Heckenburg errichtet. An der nach 1200 entstandenen Heer- und Handelsstraße wurde dann eine steinerne Wasserburg gebaut und wurde Stammsitz der Familie von Hagen.
Der Name ‘Hagen’ ist die deutsche Entsprechung von lateinisch ‘indago/indagine’ und bedeutet ‘Hecke’. Der deutsche Name Hagen ist erst ab dem 14. Jahrhundert belegt.
Archäologisch ist eine Besiedlung nördlich der Burg für den Anfang des 13. Jahrhunderts nachgewiesen. Das Dorf wurde nach “denen von Bortfeld” benannt, bei denen der Name ‘Gebhard’ (Leitname) üblich war. Daß eine Burg existierte, besagt ein Beleg, der von ‘castrum dictum hagen’ spricht.
Die Edelherren von Gebhardshagen saßen bis 1280 auf der Burg. Dann fiel sie in die Hände der Herzöge von Braunschweig-Lüneburg, die sie als Lehen an die Familie von Bortfeld gab. Ab der Mitte des 14. Jahrhunderts machten die von Bortfelds Gebhardshagen zu ihrem Hauptsitz. Ab da trug die Burg auch den Namen “Geverdeshagen”. Der heute benutzte Namen “Gebhardshagen” hat sich erst allmählich durchgesetzt.
Die Familie von Bortfeld verlor 1356 die Burg an den welfischen Herzog Wilhelm und velegte ihren Hauptsitz nach Oelber am weißen Wege bis zu ihrem Aussterben im Jahre 1685 (Kurt von Bortfeld).
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1373 fiel die Burg Otto dem Quaden aus Göttingen in die Hände und blieb im Besitz dieser Familie bis 1435. In dieser Zeit verpfändete Otto die Burg an die Herren von Saldern, in deren Pfandbesitz die Burg bis 1503 blieb, von kurzen Unterbrechungen abgesehen..
Kurz vor Ausbruch der Hildesheimer Stiftsfehde (1519) sollen sich auf der Burg die Braunschweiger zu Beratungen getroffen haben.

Ungefähr zu dieser Zeit muß sich Gebhardshagen aus dem Gerichstsprengel Lichtenberg gelöst haben und war von nun an eigenständige Gerichts- und Verwaltungsstelle, wenn auch nur für den Bereich Gebhardshagen.
1539 wurde in Gebhardshagen ein herzogliches Justizamt eingerichtet, das nun die volle Gerichtsbarkeit hatte.
Als militärischer Stützpunkt hatte die Burg seine Bedeutung verloren. Hier residierte fortan ein Amtsgericht und eine Verwaltungsstelle, später Domäne.
Nach:
Kirstin Casemir: “Die Ortsnamen des Landkreises Wolfenbüttel und der Stadt Salzgitter”
und
Alfred Meinecke: “Die Geschichte der Burg und Domäne Gebhardshaben”
Burg Gebhardshagen