Die Blide

Seit Ende April 2005 steht auf dem Burggelände ein voll funktiostüchtiger Nachbau einer “Blide”

a_Blide_01_200px[Blide: Die Blide (griech. palida - schleudern-) zählte neben denTorsionskatapulten zu den wirksamsten Wurfmaschinen des Mittelalters. Kaiser Otto IV. führte im Jahre 1212 bei seinem Feldzug gegen die Runneburg (Thüringen, Weißensee) eine den Deutschen bis dahin unbekannte Steinschleuder (Triboc, Trebock, Trebuchet oder Blide genannt) mit. Der Kaiser machte wahrscheinlich in Italien Bekanntschaft mit dieser Maschine.
Die Erfinder der frühen Form der Blide waren um 800 n. Chr. die Chinesen. Bereits am Ende des 12. Jahrhunderts waren diese Wurfmaschinen in Italien weit verbreitet.]


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Prinzipieller_Aufbau

In der Skizze ist der prinzipielle Aufbau einer Blide dargestellt.
Das Gegengewicht (gelb) wird in der Regel mit Hilfe einer Winde in die “Wurf-Position” gebracht. Das “Geschoß” (grün) liegt mit dem Schleudernetz, das mit dem Wurfarm (rot) verbunden ist, in der Geschossrinne. Das Gegengewicht zieht den Wurfarm nach oben und reißt das Geschoß mit sich. In einer definierten Position öffnet sich das Schleudernetz und entläßt das Geschoß.

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Links eine alte Konstruktionszeichnung einer Blide. Sie weicht allerdings deutlich von der Konstruktion der “strackschen” Blide ab. Das Prinzip ist aber das gleiche.

Die Animation zeigt vereinfacht den Ablauf eines Bliden-Wurfes in den einzelnen Phasen.

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Nachkonstruiert, gebaut und in Betrieb genommen hat die “Lichtenberger” Blide Uwe Strack, deren ausführlichen und interessanten Bericht Sie hier finden.

Hier geht’s zum Bliden-Bericht von Uwe Strack !  NavRight

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Ob auf der Burg Lichtenberg je eine Blide zum Einsatz kam, ist umstritten. Es wurden zwar Steinkugeln auf dem Burggelände gefunden, die als Blidengeschosse interpretiert werden können, es sind aber auch andere Deutungen möglich.